FAQ Farben Ratgeber
Fragen über Fragen? Farbe drauf hilft nicht immer.
Welche Farbe passt wohin? Muss ich grundieren? Warum sieht man plötzlich Streifen? Und wieso hält die Farbe genau dort nicht, wo sie eigentlich sollte?
Viele Farbprobleme lassen sich mit ein paar richtigen Antworten vermeiden. Deshalb haben wir hier die häufigsten Fragen aus Beratung, Baustelle und Alltag gesammelt – verständlich erklärt, ohne Fachchinesisch und ohne den Farbtopf unnötig schwer zu machen.
Kurz gesagt: Erst lesen, dann streichen. Das spart Nerven, Zeit – und manchmal auch einen zweiten Anstrich.
1. Innen Wand-Farben
Welche Wand-Farbe eignet sich für welchen Innen – Raum?
Das hängt vor allem davon ab, wie stark Wände und Decken beansprucht werden. Für normale Wohn- und Schlafräume eignen sich hochwertige Innenwandfarben.
für stukturierte Wände mit z. Bsp Vollabrieb etc.
- Frafidisp 1A Eco
- Frafidisp FD 81 ECO
- Acrotex Acryl – Latexfarbe matt 4%
- Acrotex Acryl – Latexfarbe seidenmatt 12%
- Dispo-Hit pilzbefall geschützt
- Blancfix Pasta
- Fio-Top
für Weissputz Wände und Decken (glatte, nicht strukturierte Flächen)
Was ist der Unterschied zwischen Dispersionsfarbe und Mineralfarbe?
Dispersionsfarben sind vielseitige Wandfarben, die sich auf vielen üblichen Untergründen einsetzen lassen. Sie sind einfach zu verarbeiten, gut deckend und in vielen Farbtönen erhältlich. Deshalb werden sie häufig in Wohnräumen, Büros, Treppenhäusern und anderen Innenbereichen verwendet.
Mineralfarben sind für mineralische Untergründe wie mineralischen Putz, Beton oder geeignete mineralische Altanstriche besonders interessant. Sie besitzen eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit und unterstützen damit einen diffusionsoffenen Wandaufbau.
Für Maler ist vor allem wichtig: Nicht jede Farbe passt auf jeden Untergrund. Entscheidend sind Untergrund, vorhandener Altanstrich, gewünschte Oberflächeneigenschaften und spätere Beanspruchung.
Für Privatkunden einfach gesagt:
- Dispersionsfarbe = vielseitig, unkompliziert und für viele normale Wandflächen geeignet.
- Mineralfarbe = besonders geeignet für mineralische und diffusionsoffene Untergründe.
Moderne Silikatfarben können – je nach Produkt – auch auf geeigneten und tragfähigen Altanstrichen eingesetzt werden. Entscheidend sind deshalb immer der vorhandene Untergrund und die Angaben im Technischen Merkblatt des jeweiligen Produktes.
Wer unsicher ist, welche Farbe zum vorhandenen Untergrund passt, sollte den Untergrund vor dem Anstrich prüfen oder sich beraten lassen.
Was bedeutet „diffusionsoffene Farbe“?
Eine diffusionsoffene Beschichtung lässt Wasserdampf vergleichsweise gut durch den Anstrich hindurchtreten.
Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Wand durch die Farbe „atmet“. Der Begriff wird umgangssprachlich häufig verwendet, ist technisch aber nicht ganz richtig.
Eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit kann beispielsweise bei mineralischen Wandaufbauten, historischen Gebäuden oder bestimmten Renovationen erwünscht sein.
Wichtig ist immer der gesamte Wandaufbau – nicht nur die zuletzt aufgetragene Farbe.
Was bedeutet Deckvermögen bei einer Wandfarbe?
Das Deckvermögen beschreibt, wie gut eine Farbe den vorhandenen Untergrund beziehungsweise Farbton abdeckt.
Eine hochwertige Farbe mit gutem Deckvermögen kann häufig mit weniger Arbeitsgängen ein gleichmässiges Ergebnis erzielen. Das tatsächliche Resultat hängt jedoch auch vom Untergrund, Farbton, Auftragsmenge und Werkzeug ab.
Bei starken Farbtonwechseln – beispielsweise von dunkel auf weiss – können auch bei einer gut deckenden Farbe zwei oder mehr Anstriche notwendig sein.
Welche Farbe eignet sich für stark beanspruchte Wände?
In Treppenhäusern, Korridoren, Küchen, öffentlichen Bereichen oder anderen stark beanspruchten Räumen sollte auf eine entsprechend widerstandsfähige und gut reinigungsfähige Beschichtung geachtet werden.
Dabei spielen insbesondere Nassabriebbeständigkeit, Oberflächenhärte und Reinigungsfähigkeit eine Rolle.
Eine stärker belastbare Farbe ist nicht automatisch für jeden Wohnraum die beste Lösung. Für Wohn- und Schlafräume können beispielsweise andere Eigenschaften wie eine sehr matte Oberfläche oder hohe Wasserdampfdurchlässigkeit wichtiger sein.
2. Untergrund und Grundierung
Warum ist der Untergrund beim Streichen so wichtig?
Eine Beschichtung kann nur so gut halten wie der Untergrund, auf dem sie aufgebracht wird.
Der Untergrund sollte sauber, trocken, tragfähig und frei von haftungsmindernden Stoffen sein. Staub, Fett, lose Altanstriche, Sinterschichten oder schlecht haftende Spachtelmassen können später zu Ablösungen führen.
Darum sollte der Untergrund vor jedem Anstrich geprüft werden.
Besonders bei Renovationen ist wichtig zu wissen, welche Beschichtung bereits vorhanden ist und ob diese noch genügend tragfähig ist.
Wann muss ich eine Wand grundieren?
Eine Grundierung kann notwendig sein, wenn der Untergrund stark oder unterschiedlich saugt, sandet, kreidet oder verfestigt werden muss.
Auch auf bestimmten neuen Untergründen kann eine geeignete Grundierung erforderlich sein.
Die Grundierung sollte immer auf den Untergrund und die nachfolgende Beschichtung abgestimmt werden. Zu starkes oder unnötiges Grundieren kann ebenfalls problematisch sein.
Deshalb gilt nicht automatisch: Je mehr Grundierung, desto besser.
Wie erkenne ich einen stark saugenden Untergrund?
Ein einfacher Hinweis ist die Benetzung mit etwas Wasser.
Zieht das Wasser sehr schnell und stark in den Untergrund ein und wird die Stelle sofort deutlich dunkler, kann eine starke Saugfähigkeit vorliegen.
Bleibt das Wasser dagegen weitgehend auf der Oberfläche stehen, ist der Untergrund möglicherweise schwach saugend oder dicht.
Dieser einfache Test ersetzt keine vollständige Untergrundprüfung, gibt aber einen ersten Hinweis auf das Saugverhalten.
Kann ich direkt auf Weissputz streichen?
Das hängt vom Zustand und von der Art des Weissputzes sowie vom verwendeten Beschichtungssystem ab.
Glatte Weissputzflächen stellen hohe Anforderungen an eine Beschichtung. Unterschiede im Saugverhalten, ungünstige Verarbeitung oder nicht geeignete Farben können zu Ansätzen, Glanzstellen oder einem unruhigen Oberflächenbild führen.
Auf handelsüblichem, ungeschliffenem Weissputz kann beispielsweise die Fiocchi Mineral-Silikatfarbe F102 gemäss Technischem Merkblatt direkt aufgetragen werden. Da sich Weissputze bezüglich Qualität und Haftung unterscheiden können, empfehlen wir vorgängig eine Haftungsprüfung.
Geschliffene Weissputzflächen müssen vor der Beschichtung mit einer geeigneten Grundierung vorbehandelt werden, um Saugfähigkeit und Haftung zu optimieren.
Für solche Flächen gibt es speziell entwickelte Weissputzbeschichtungen und Grundierungen.
Kann ich auf eine alte Farbe einfach darüberstreichen?
Wenn der Altanstrich sauber, tragfähig und für die neue Beschichtung geeignet ist, kann ein Überstreichen möglich sein.
Lose, abblätternde oder schlecht haftende Beschichtungen müssen entfernt werden. Auch stark glänzende oder sehr dichte Oberflächen können eine besondere Vorbereitung benötigen.
Bei unbekannten Altanstrichen empfiehlt sich eine Prüfung der Haftung und gegebenenfalls eine Probefläche.
Entscheidend ist nicht nur, ob die alte Farbe optisch gut aussieht, sondern ob sie genügend fest mit dem Untergrund verbunden ist.
3. Richtig streichen und verarbeiten
Muss ich eine Wand immer zweimal streichen?
Nicht zwingend.
Bei einem gleichmässigen, gut vorbereiteten Untergrund und einem ähnlichen Farbton kann eine hochwertige Farbe teilweise bereits mit einem Anstrich ein gutes Resultat ergeben.
Bei starken Farbtonunterschieden, ungleichmässig saugenden Untergründen oder hohen Anforderungen an das Oberflächenbild sind meistens zwei Anstriche sinnvoll.
Wichtiger als die reine Anzahl der Anstriche ist eine ausreichende und gleichmässige Auftragsmenge.
Soll ich Wandfarbe mit Wasser verdünnen?
Nur wenn dies im Technischen Merkblatt des Produktes vorgesehen ist.
Zu starkes Verdünnen kann Deckvermögen, Verarbeitung, Oberflächenfestigkeit und andere Eigenschaften der Beschichtung verschlechtern.
Manche Produkte können für einen ersten Anstrich leicht verdünnt werden, andere sollten möglichst unverdünnt verarbeitet werden.
Die Zugabe von Wasser sollte deshalb nicht nach Gefühl erfolgen, sondern entsprechend der Produkteangaben.
Mit Wasser verdünnte Farbe sollte verstrichen werden. Diese ist somit nicht mehr Lagerfähig. Wasser brint Keime in die Farbe, die damit nicht mehr genügend konserviert ist. Fäulnis ist die Folge und damit die Entsorgung fällig.
Wie viel Farbe brauche ich pro Quadratmeter?
Der tatsächliche Verbrauch hängt von der Farbe, dem Untergrund, der Struktur der Fläche und der Verarbeitung ab.
Raue oder stark saugende Untergründe benötigen in der Regel mehr Material als glatte Flächen.
Der Verbrauch pro Quadratmeter ist im Technischen Merkblatt des jeweiligen Produktes angegeben.
Für die Berechnung sollte zusätzlich berücksichtigt werden, ob ein oder zwei Anstriche vorgesehen sind. Eine kleine Materialreserve ist insbesondere bei abgetönten Farben sinnvoll.
Wie lange muss Farbe trocknen?
Die Trocknungszeit hängt vom Produkt sowie von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung und Auftragsmenge ab.
Bei kühler und feuchter Umgebung trocknen Beschichtungen deutlich langsamer.
Trocken an der Oberfläche bedeutet ausserdem nicht automatisch vollständig durchgetrocknet oder voll belastbar.
Vor einem zweiten Anstrich oder einer Belastung sollte deshalb die im Technischen Merkblatt angegebene Trocknungszeit eingehalten werden.
Bei welcher Temperatur sollte man streichen?
Die zulässige Verarbeitungs- und Untergrundtemperatur ist im Technischen Merkblatt des jeweiligen Produktes angegeben.
Sehr tiefe Temperaturen können Trocknung und Filmbildung beeinträchtigen. Sehr hohe Temperaturen, direkte Sonneneinstrahlung oder starke Luftbewegung können dagegen dazu führen, dass die Farbe zu schnell antrocknet.
Das kann beispielsweise Ansätze und Rollspuren begünstigen.
Nicht nur die Raum- beziehungsweise Lufttemperatur, sondern auch die Temperatur des Untergrundes ist zu beachten.
4. Probleme beim Streichen
Warum sieht man nach dem Streichen Rollansätze?
Rollansätze entstehen häufig, wenn bereits angetrocknete Bereiche nochmals überarbeitet werden.
Besonders bei grossen, glatten Flächen und ungünstigen Lichtverhältnissen können solche Unterschiede sichtbar werden.
Deshalb möglichst zusammenhängend und „nass in nass“ arbeiten. Eine ausreichende Materialmenge, geeignetes Werkzeug und ein gleichmässiges Arbeitstempo helfen ebenfalls.
Bei glatten Weissputzflächen sollte zudem eine dafür geeignete Beschichtung verwendet werden.
Warum deckt meine Farbe nicht richtig?
Dafür gibt es verschiedene mögliche Ursachen.
Der Untergrund kann stark oder unterschiedlich saugen, die Farbe wurde möglicherweise zu stark verdünnt oder zu dünn aufgetragen. Auch starke Farbtonwechsel können mehrere Anstriche erfordern.
Einige intensive Farbtöne besitzen aufgrund der verwendeten Pigmente von Natur aus ein geringeres Deckvermögen als andere.
Deshalb sollte zuerst geklärt werden, ob das Problem von der Farbe, dem Farbton, der Auftragsmenge oder vom Untergrund verursacht wird.
Warum blättert Farbe von der Wand ab?
Abblätternde Farbe weist häufig auf eine ungenügende Haftung im Beschichtungsaufbau hin.
Mögliche Ursachen sind beispielsweise ein nicht tragfähiger Altanstrich, Staub, Feuchtigkeit, ungeeignete Untergründe oder eine fehlende beziehungsweise falsche Untergrundvorbereitung.
Bei einem Schaden sollte deshalb geprüft werden, an welcher Schicht die Ablösung stattfindet. Nur die abgeblätterte Stelle erneut zu überstreichen löst die eigentliche Ursache meistens nicht.
Warum entstehen Flecken oder unterschiedliche Glanzstellen?
Unterschiedliche Saugfähigkeit des Untergrundes, Spachtelstellen, ungleichmässiger Materialauftrag oder nachträgliches Ausbessern können zu sichtbaren Glanz- und Farbtonunterschieden führen.
Besonders bei seitlichem Lichteinfall sind solche Unterschiede häufig stärker sichtbar.
Eine geeignete Grundierung und ein gleichmässiger Schlussanstrich können helfen, Unterschiede im Untergrund zu reduzieren.
Warum sieht man ausgebesserte Stellen nach dem Trocknen?
Partielle Ausbesserungen können sich vom restlichen Anstrich unterscheiden.
Grund dafür können Unterschiede in Oberflächenstruktur, Saugfähigkeit, Auftragsmenge, Werkzeug und Glanzgrad sein.
Auch wenn exakt dieselbe Farbe verwendet wird, kann eine punktuelle Nachbesserung sichtbar bleiben.
Bei hohen optischen Anforderungen ist es deshalb häufig besser, eine Wand beziehungsweise eine klar abgegrenzte Fläche vollständig neu zu beschichten.
5. Feuchtigkeit, Schimmel und Flecken
Kann Wandfarbe Schimmel verhindern?
Eine Farbe allein kann die Ursache eines Feuchtigkeits- oder Schimmelproblems nicht beseitigen.
Schimmel entsteht dort, wo über längere Zeit geeignete Feuchtigkeitsbedingungen vorhanden sind. Ursachen können beispielsweise hohe Raumluftfeuchtigkeit, Wärmebrücken, Kondensation oder bauliche Feuchtigkeit sein.
Bestimmte dafür vorgesehene Beschichtungen können den Anstrichfilm zusätzlich gegen Pilzbefall schützen beziehungsweise durch ihre Eigenschaften das Risiko eines Befalls reduzieren. Sie ersetzen jedoch nicht die Beseitigung der eigentlichen Feuchtigkeitsursache.
Bei Produkten mit speziellen Wirkstoffen sind die Angaben auf Etikette und Technischem Merkblatt besonders zu beachten.
Es gibt Beschichtungen, deren Anstrichfilm gegen Pilzbefall geschützt ist. Trotzdem muss bei einem bestehenden Schimmelproblem zuerst die Feuchtigkeitsursache geklärt und möglichst behoben werden.
Hilft eine diffusionsoffene Farbe gegen Schimmel?
Eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit kann bei geeigneten Wandaufbauten vorteilhaft sein, verhindert aber nicht automatisch Schimmel.
Entscheidend sind vor allem Oberflächentemperatur, Feuchtigkeit, Lüftung, Nutzung des Raumes und der bauliche Aufbau.
Eine diffusionsoffene Beschichtung ist deshalb nur ein Bestandteil des gesamten Systems und kein Ersatz für die Behebung einer Feuchtigkeitsursache.
Kann ich Wasserflecken einfach mit Wandfarbe überstreichen?
Normale Wandfarbe reicht bei Wasserflecken häufig nicht aus.
Bestimmte Verfärbungen können durch einen neuen Anstrich hindurchwandern und wieder sichtbar werden.
Nach vollständiger Austrocknung und Behebung der Feuchtigkeitsursache kann deshalb eine geeignete Isolierbeschichtung notwendig sein.
Fiocchi führt hierfür entsprechende Isolierfarben. Welches System geeignet ist, hängt von der Art und Stärke der Verfärbung ab.
Wie kann ich Nikotin- oder Rauchflecken überstreichen?
Nikotin, Rauchbestandteile und andere wasserlösliche Verunreinigungen können durch normale wasserbasierte Wandfarben wieder an die Oberfläche gelangen.
Vor dem Neuanstrich müssen die Flächen je nach Verschmutzung gereinigt und anschliessend mit einem geeigneten Isoliersystem behandelt werden.
Erst danach erfolgt der gewünschte Schlussanstrich.
Bei stärkeren Belastungen empfiehlt sich eine Probefläche.
Kann man eine frisch verputzte Wand sofort streichen?
Ein neuer Putz muss ausreichend trocken und für die vorgesehene Beschichtung geeignet sein.
Wie lange gewartet werden muss, hängt von Putzart, Schichtdicke, Klima und Beschichtungssystem ab.
Ein zu früher Anstrich kann zu Problemen mit Haftung, Trocknung oder Oberflächenbild führen. Vor dem Beschichten sollte deshalb der Zustand des Untergrundes geprüft und die Vorgabe des jeweiligen Putz- und Farbenherstellers beachtet werden.
6. Spezialanwendungen, Böden, Holz und Metall
Was muss ich bei einer Bodenbeschichtung besonders beachten?
Bei Bodenbeschichtungen ist die Untergrundvorbereitung besonders wichtig, weil die Fläche mechanisch stark belastet wird.
Der Untergrund muss ausreichend fest, sauber, trocken und tragfähig sein. Nicht tragfähige Zement- oder Sinterschichten sowie schwache oberflächennahe Schichten müssen vor der Beschichtung bis auf einen ausreichend tragfähigen Untergrund entfernt werden.
Auch Restfeuchtigkeit und vorhandene Altbeschichtungen müssen berücksichtigt werden.
Eine optisch einwandfreie Betonoberfläche ist nicht automatisch ausreichend tragfähig für eine Bodenbeschichtung. Im Zweifelsfall sollte die Oberflächenfestigkeit geprüft beziehungsweise eine Probefläche angelegt werden.
Bei 2K-Systemen kommen zusätzlich das richtige Mischungsverhältnis, die Verarbeitungstemperatur und die Topfzeit hinzu.
Was bedeutet 2K-Farbe?
2K bedeutet Zweikomponenten-Beschichtung.
Das Produkt besteht aus einer Stammkomponente und einem dazugehörenden Härter. Beide Komponenten werden vor der Verarbeitung im vorgeschriebenen Verhältnis miteinander gemischt.
Danach beginnt eine chemische Reaktion. Deshalb kann das gemischte Material nur während einer bestimmten Zeit verarbeitet werden. Diese Zeit wird als Topfzeit bezeichnet.
2K-Beschichtungen werden beispielsweise dort eingesetzt, wo eine hohe mechanische oder chemische Widerstandsfähigkeit erforderlich ist.
Bei Fiocchi werden 2K-Produkte ausschliesslich an berufliche Verwender abgegeben. Sie sind nicht für die Anwendung durch Privatkunden vorgesehen.
Bei der Verarbeitung sind das Technische Merkblatt, das Sicherheitsdatenblatt, die Etikette sowie die vorgeschriebenen Schutzmassnahmen zu beachten.
Sind 2K-Produkte nur für professionelle Anwender geeignet?
2K-Produkte bestehen aus zwei Komponenten, die vor der Verarbeitung im vorgeschriebenen Verhältnis miteinander gemischt werden. Nach dem Mischen beginnt eine chemische Reaktion und die Verarbeitungszeit ist begrenzt.
Aufgrund der höheren Anforderungen an Mischung, Verarbeitung, Arbeitsschutz und Untergrundvorbereitung sind viele 2K-Beschichtungen vor allem für die professionelle Anwendung vorgesehen.
Bei bestimmten 2K-PU-Produkten, die Diisocyanate enthalten, gelten zusätzlich besondere gesetzliche Vorschriften und Schulungsanforderungen für berufliche und gewerbliche Anwender.
Vor der Verarbeitung sind deshalb immer das Technische Merkblatt, die Kennzeichnung und das Sicherheitsdatenblatt des jeweiligen Produktes zu beachten.